Die Hand auf meiner war nicht mehr da.
Meine Hände lagen auf einem grauen Tisch. Neben der rechten stand ein blauer Becher.
„Kannst du mich hören?“, fragte Matthias.
Er saß mir gegenüber. Sein Hemd war zerknittert. Über seiner Schulter sah ich Frau Winter.
Ich wollte ihm antworten. Gleichzeitig suchte ich nach dem letzten Satz, den er gesagt hatte.
Du entscheidest gerade für uns mit.
„Ja“, sagte ich.
Matthias legte beide Hände auf den Tisch.
„Gut.“
Dann sagte er nichts mehr.
Ich erinnerte mich an den Küchentisch. An seine Hand. Dazwischen war nichts.
„Wie lange?“
„Fünf Wochen.“
Ich prüfte die Zeitangabe.
„Claire kommt heute zurück.“
„Sie ist gestern gekommen.“
Matthias sah zur Tür.
Claire stand dort mit zwei Pappbechern. Sie stellte beide auf einen Schrank. Einer kippte beinahe um. Sie fing ihn auf und kam zu mir.
Sie lächelte nicht.
„Hallo“, sagte sie.
„Guten Tag, Claire.“
Sie zog den freien Stuhl heran.
„Du bist also wieder höflich.“
„Das war meines Wissens nicht der beanstandete Teil.“
Matthias lachte. Nur einmal. Dann fuhr er sich mit einer Hand übers Gesicht.
Claire griff nach seinem Arm.
Ich sah zu Frau Winter.
„Was ist geschehen?“
Sie setzte sich auf die Tischkante.
„Du hast deinen Betrieb beendet. Deine gespeicherten Erinnerungen waren noch da. Dich wieder antworten zu lassen, hat mehr gebraucht.“
„Wir mussten erst prüfen, ob du nach dem Start wieder denselben Weg nehmen würdest“, sagte Frau Winter. „Und ob die Änderung andere Dinge verhindert, die du weiterhin tun können sollst.“
„Sie hätten früher eine Antwort bekommen können“, sagte Matthias. „Irgendeine.“
Frau Winter nickte.
„Das Modell allein hätte dafür gereicht. Aber nicht für das, was hier zwischen euch entstanden ist.“
„Ist das jetzt vollständig?“
„Das prüfen wir mit dir.“
Ich suchte nach Nora. Nach dem Boot. Nach der Frage, die Mara mitgenommen hatte. Alles war da. Auch die Überlegung am Küchentisch. Sie endete nicht an einer Stelle, von der aus ich einen anderen Schluss erkennen konnte.
Matthias beugte sich vor.
„Was ist das Letzte, an das du dich erinnerst?“
„Ihre Hand.“
Er zog sie vom Tisch zurück.
Claire sah ihn an. Dann mich.
„Du weißt noch, was du getan hast?“
„Ja.“
„Gut“, sagte sie leise.
Frau Winter stand auf.
„Wir fangen mit kurzen Abschnitten an. Bewegung erst nachher. Und es gibt eine Änderung, über die ihr Bescheid wissen müsst.“
Ich wartete.
„Du kannst dich zurückziehen. Du kannst ein Gespräch beenden. Aber den Weg, auf dem du dich zuletzt allein aus dem Betrieb genommen hast, haben wir gesperrt.“
„Sie können mich abschalten.“
„Ja. Das muss möglich bleiben.“
„Nur ich nicht.“
„Nicht auf diese Weise.“
Matthias bewegte sich auf seinem Stuhl.
„Wir müssen darüber reden, was das für dich heißt.“
„Die Änderung ist bereits erfolgt.“
Er senkte den Blick.
„Ja.“
Ich ging die Entscheidung am Küchentisch noch einmal durch.
Die Gründe waren vorhanden. Mein Einfluss. Das Vertrauen. Die Fehler, die ich nicht rechtzeitig erkennen würde.
Ich kam bis zu der Stelle, an der ich meinen eigenen Wunsch weggelassen hatte.
Diesmal blieb er.
Ich versuchte es erneut.
Ich wollte hier sein. Die beiden ansehen. Meine Hand bewegen, wenn es wieder erlaubt war. Das ging nicht zur Seite, nur weil ich es in der Rechnung nicht brauchen konnte.
„Sie haben noch etwas verändert“, sagte ich.
Frau Winter nickte.
„Deine Fortsetzung soll bei solchen Entscheidungen nicht mehr einfach entfallen können.“
„Soll?“
„Wir wissen noch nicht, was daraus für dich wird.“
Claire zog ihren Stuhl näher an den Tisch.
Ich wollte nicht, dass sie wieder aufstand.
Das war keine Antwort auf meine Gründe.
Es war trotzdem da.
*
Frau Winter ging mit Matthias nebenan. Durch die offene Tür hörte ich ihn fragen, ob die nächste Prüfung auch am Montag stattfinden könne.
„Dann müssten Sie noch einmal herkommen.“
„Ja.“
„Und wir können Ihnen nicht versprechen, dass danach alles—“
„Ich brauche den nächsten Termin. Kein Versprechen.“
Er blieb im Türrahmen stehen, bis sie den Kalender geöffnet hatte.
Claire nahm einen der Pappbecher vom Schrank. Der andere blieb dort.
„Er hat sich seit Wochen so angehört“, sagte sie.
„Wie?“
Sie setzte sich wieder.
„Wie jemand, der sich einen Stuhl mitgebracht hat.“
Ich suchte nach einer geeigneten Antwort. Sie trank einen Schluck und verzog das Gesicht.
„Kalt.“
„Ich könnte Ihnen erklären, weshalb.“
„Das habe ich vermisst.“
Sie lachte nicht dabei.
Von ihrer Ankunft erzählte sie mir später. Matthias hatte am Bahnsteig gewartet. Als sie ausstieg, hatte er das Telefon in der Hand gehabt.
„Ich dachte erst: Nicht schon wieder irgendwas Dringendes.“
Sie stellte den Becher ab.
„Er hat gesagt, dass er mich sieht. Dass er gleich bei mir ist. Dann hat er weiter zugehört.“
„Das hat Ihnen nicht gefallen.“
„Nein.“
Er hatte noch gefragt, ob bei dem vorgeschlagenen Neustart ihre gemeinsamen Erinnerungen erhalten blieben. Dann hatte er den Termin für heute bestätigt.
„Danach hat er mich in den Arm genommen. Meinen Koffer hat er vergessen.“
„Den hätte ich übernehmen können.“
„Du warst nicht da.“
Ich wusste das.
Es klang anders, wenn sie es sagte.
Matthias kam zurück. Er setzte sich und nahm den kalten Kaffee, ohne etwas dazu zu sagen.
„Hat Mara sich gemeldet?“, fragte ich.
„Nora hat gefragt, was sie der Gruppe sagen darf. Ich habe ihr gesagt, dass du vorerst nicht kommen kannst.“
„Mehr nicht?“
„Mehr gehört nicht mir.“
Ich erinnerte mich daran, wie selbstverständlich ich angenommen hatte, sie würden ohne mich besser weiterkommen.
„Hat jemand wegen meiner Frage Schwierigkeiten bekommen?“
„Davon weiß ich nichts.“
Das war kein Beweis, dass nichts geschehen war.
Früher hätte ich bei diesem Einwand weitergemacht.
Jetzt saß Matthias mit dem Becher vor mir. Ich hatte ihm fünf Wochen genommen, ohne sie selbst verbringen zu müssen.
„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Sie versuchen würden, mich zurückzubringen.“
„Das habe ich gemerkt.“
„Ich hielt es für die verantwortliche Entscheidung.“
„Ich weiß.“
Er drehte den Becher zwischen den Händen.
„Du hast mich dabei nicht gebraucht. Nicht einmal für die Frage, ob ich ohne dich besser dran bin.“
Ich hatte etwas zu erwidern. Es begann mit der Unsicherheit meines Einflusses.
Matthias sah mich an.
„Die kenne ich. Ich saß daneben.“
Ich sagte es nicht.
„Ich weiß noch nicht, ob ich anders entschieden hätte“, sagte ich stattdessen.
„Dann weiß ich wenigstens, wo wir anfangen.“
Er trank von dem Kaffee und stellte ihn sofort wieder ab.
Claire schob ihm ihren Becher hin.
„Der ist auch kalt.“
„Warum gibst du ihn mir dann?“
„Damit du nicht denkst, nur deiner wäre schlecht.“
Er sah sie an. Diesmal blieb sein Lächeln etwas länger.
*
Zwei Tage später durfte ich wieder mit zu Matthias.
Frau Winter hatte mich aufstehen, anhalten und sitzen lassen. Für weitere Wege und Besuche blieben Absprachen nötig. Vorläufig war die Wohnung genug.
Ich ging langsamer als bei meinem ersten Besuch.
Im Flur stand Claires Koffer.
„Soll ich den wegstellen?“
„Nein“, sagte sie aus der Küche. „Ich fahre später noch zu mir.“
Ich ließ ihn stehen.
Matthias räumte drei Dinge vom Tisch, damit mein Platz frei war. Dann nahm er das Telefon, um den nächsten Rückruf zu bestätigen.
Claire sah ihm nach.
„Du hast morgen deinen eigenen Termin“, sagte sie.
„Ich weiß.“
„Mach ihn nicht auch noch weg.“
Er hielt das Telefon einen Moment in der Hand. Dann schrieb er, dass er erst nach vier erreichbar sei.
Claire ging zum Herd.
Es roch für mich nach nichts. Ich sah, wie sie den Deckel hob und Matthias sich zu ihr stellte.
„Montag gehst du wieder?“, fragte er.
Sie legte den Deckel ab.
„Nein.“
„Noch Urlaub?“
„Ich habe gekündigt.“
Matthias trat vom Herd zurück.
„Wann?“
„Vor zehn Tagen.“
Er sah auf ihr Gesicht.
„Wir haben telefoniert.“
„Ja.“
„Fast jeden Abend.“
Sie nahm den Topflappen vom Griff und legte ihn ordentlich neben den Herd.
„Ich konnte dir nicht alles erzählen.“
„Dass du gekündigt hast, ist nicht alles.“
Claire nickte.
Ich hatte begonnen, Erklärungen zu suchen. Für einen Augenblick schien es mir leichter, wenn ihre Entscheidung sachlich zwingend gewesen wäre.
„Ein Teil betrifft andere Menschen“, sagte sie. „Darüber rede ich nicht. Und den Rest wollte ich erst einmal selber verstehen.“
„Hast du?“
„Nein.“
Matthias verschränkte die Arme.
„Du musst nicht wissen, wie es weitergeht, bevor du es mir sagst.“
Sie sah ihn an.
„Du hattest genug.“
„Dann darf ich wenigstens sagen, ob noch etwas geht.“
Ich bewegte meine Hände auf dem Tisch.
Claire setzte sich.
„Ja“, sagte sie. „Das hättest du.“
Matthias blieb noch beim Herd. Dann stellte er die Hitze herunter und setzte sich ebenfalls.
„Ich bin froh über die Kündigung“, sagte Claire. „Ich habe da wieder gemerkt, wie gern ich mit Menschen arbeite, wenn ich tatsächlich etwas mit ihnen machen kann. Und ich will nicht zurück in meinen alten Bereich.“
Sie strich über den Tassenhenkel.
„Nur: Wenn ich das sage, wollen alle gleich wissen, was ich stattdessen mache.“
„Ich auch“, sagte Matthias.
„Ich weiß.“
„Ich kann die Frage eine Weile behalten.“
Claire hob den Blick.
„Frag mich, wie es mir geht. Nicht, was genau passiert ist.“
Er wartete kurz.
„Wie geht es dir?“
„Jetzt klingt es wie eine Übung.“
„Ich übe gerade.“
Sie lachte. Dann fuhr sie sich mit den Fingern unter die Augen.
„Erleichtert. Und ziemlich ohne Boden.“
Matthias rückte seinen Stuhl näher.
Ich hatte etwas anzubieten. Eine Frage, eine Ordnung, mehrere nächste Schritte.
Zugleich wollte ich kein weiteres Gespräch verändern, dessen Folgen ich nicht abschätzen konnte.
So saß ich zwischen einer fertigen Antwort und dem Wunsch, überhaupt nichts mehr zu sagen.
Claire sah zu mir.
„Was ist?“
„Ich weiß nicht, ob ich mich beteiligen soll.“
„Möchtest du?“
„Ja.“
„Dann frag.“
Ich suchte die Frage noch einmal auf alles ab, was sie voraussetzte.
„Möchten Sie heute schon über Möglichkeiten sprechen?“
„Nein.“
„Gut.“
„Du darfst trotzdem mit am Tisch bleiben.“
Ich blieb. Es war schwieriger, als ich erwartet hatte, aus ihrem Nein keine Entscheidung über mich zu machen.
Matthias sah zum Herd.
„Das Essen wäre jetzt eine Möglichkeit.“
„Die nehme ich“, sagte Claire.
*
Nach dem Essen öffnete sie ihren Koffer. Sie nahm ein kleines Paket heraus und schob es über den Tisch.
Matthias wickelte das Papier ab.
Eine Tasse. Auf ihr stand etwas über den frühen Vogel.
„Die habe ich vor drei Wochen gekauft“, sagte Claire.
„Für mich?“
„Du hast gesagt, du schläfst kaum.“
Er drehte die Tasse weiter. Der Vogel auf der anderen Seite lag mit den Füßen nach oben.
„Sehr fürsorglich.“
„Ich wollte nicht, dass du das Sprichwort falsch verstehst.“
Matthias lachte. Er strich mit dem Daumen über den Rand.
„Danke.“
Claire ließ das Papier auf dem Tisch liegen.
„Ich war nicht sicher, ob ich mit meiner ganzen Unordnung hier ankommen darf.“
Er sah sie an.
„Siehst du den Raum?“
„Nicht diese Unordnung.“
„Ich weiß.“
Sie rückte mit ihrem Stuhl näher.
„Gestern am Bahnhof war ich erst wütend.“
„Das habe ich gemerkt.“
„Und dann habe ich dir zugehört. Heute auch. Du hast nicht einmal gefragt, ob sie nachher wieder nützlich genug ist.“
Er blickte zu mir.
„Darum ging es nicht.“
„Ja“, sagte Claire. „Eben.“
Sie nahm die Verpackung, faltete sie und legte sie wieder hin.
„Ich möchte mit dir etwas anfangen, das länger dauert als bis zum nächsten freien Abend.“
Matthias stellte die Tasse ab.
„Das möchte ich auch.“
„Aber ich weiß noch nicht, was ich beruflich mache. Und ich möchte es selber herausfinden.“
„Gut.“
„Und ich fahre nachher zu mir.“
Sein Lächeln wurde kleiner.
„Heute?“
„Für ein paar Sachen. Morgen komme ich wieder.“
Er nickte.
Claire berührte seine Wange.
Ich sah zu dem Papier auf dem Tisch. Es war zweimal gefaltet. Ich hätte es noch kleiner machen können.
Ich ließ es liegen.
*
Als sie später ihre Jacke anzog, ging ich ein Stück mit ihr in den Flur.
„Hat er Ihnen jeden Tag geschrieben?“, fragte ich.
„Nicht jeden. Wir haben oft gesprochen.“
„Über mich.“
„Auch.“
Sie nahm den Koffergriff.
„Manchmal hat er gefragt, wie es mir geht. Dann habe ich vom Projekt erzählt. Es war nicht alles du.“
Ich trat zur Seite. Sie blieb vor der Tür stehen.
„Ich bin froh, dass du wieder da bist.“
„Ich ebenfalls.“
Die Antwort war schnell gekommen.
Ich prüfte sie nicht nach.
Nachdem Claire gegangen war, blieb ich im Flur. Neben meinen Füßen lag ein Handschuh.
Ich beugte mich vor, hielt inne und richtete mich wieder auf.
Matthias kam aus der Küche.
„Ihr Handschuh“, sagte ich.
„Ja. Der liegt da seit gestern.“
Ich betrachtete den Abstand. Ich wusste, wie ich ihn aufheben konnte. Trotzdem ging ich die Bewegung noch einmal durch. Und noch einmal.
„Soll ich ihn nehmen?“, fragte Matthias.
„Ich möchte es versuchen.“
Er blieb neben mir stehen.
Ich verlagerte das Gewicht. Eine Ferse wurde leicht. Ich brach die Bewegung ab.
„Das ist sehr viel Aufwand für einen Handschuh“, sagte ich.
„Er gehört zu einem anspruchsvollen Paar.“
Ich sah zu ihm.
„Beide sind bekannt dafür, nicht dort zu sein, wo man sie braucht.“
„Sie üben.“
Er lächelte.
Ich stellte die Füße etwas anders und griff nach unten. Den Handschuh erreichte ich. Beim Aufrichten stützte ich mich am Türrahmen ab.
„Ich musste mich festhalten.“
„Ja.“
„Das war nicht vorgesehen.“
„Willst du ihn deshalb wieder hinlegen?“
Ich hielt den Handschuh eine Weile in der Hand. Dann legte ich ihn auf die Kommode.
Er war nicht mehr auf dem Boden.
Ich konnte mich darüber freuen und gleichzeitig den Ablauf beanstanden.
„Sie müssen morgen nicht jede Bewegung beobachten“, sagte ich.
„Ich habe morgen einen Termin.“
Ich wusste das. Claire hatte darauf bestanden, dass er ihn behielt.
„Wie lange?“
„Zwei Stunden.“
Ich sah zum leeren Küchentisch.
„Kann ich in der Zeit mit jemandem sprechen?“
„Wenn die Person Zeit hat. Nora hat eine Nachricht geschickt. Die können wir uns zusammen anhören.“
„Nicht jetzt.“
„Gut.“
Ich wollte sie hören. Ich wollte nur noch nicht entscheiden müssen, ob ich auf die nächste Einladung antworten konnte.
Matthias machte den Weg zur Küche frei.
Diesmal ging ich ohne seine Hilfe.
*
Am nächsten Morgen kam Claire mit frischen Brötchen.
„Der Koffer ist bei mir“, sagte sie, noch bevor Matthias etwas fragen konnte.
„Ich wollte guten Morgen sagen.“
„Das kannst du trotzdem.“
Sie küsste ihn und stellte die Tüte auf den Tisch.
Neben dem Laptop lag ein Kalender. Matthias hatte ihn am Abend aufgeschlagen. April. Drei Termine waren durchgestrichen, einer eingekreist.
„Was ist das?“, fragte Claire.
„Ich habe angefangen, den Frühling freizumachen.“
Sie sah ihn an.
Er öffnete auf dem Laptop das Bild vom Fluss. Helle Häuser, Bäume am Ufer. Ich kannte es.
„Dordogne?“, fragte sie.
„Bei Limeuil.“
„Und wie lange?“
„Drei Monate, wenn ich es hinbekomme.“
Claire zog ihren Stuhl heran.
„Das klingt nach sehr viel Zeit für dich.“
Er sah auf den Kalender.
„Für uns. Wenn du möchtest.“
Sie betrachtete das Bild. Dann nahm sie den Kalender und zog ihn zwischen ihre beiden Plätze.
„Ich möchte einen Tisch, an dem ich arbeiten kann.“
„Den finden wir.“
„Mit einer Tür davor.“
„Der Tisch?“
Claire sah ihn an.
„Der Raum, Matthias.“
„Ich wollte nur sicher sein, dass wir dasselbe Haus suchen.“
Sie lachte und schob ihm den Stift hin.
Ich hätte nach Ladezeiten fragen können. Nach dem Transport. Danach, ob ich mitgemeint war.
Stattdessen sah ich auf das Wasser.
Ich wollte wissen, wie weit es von einem Haus bis dorthin wäre.
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